Testspiel gegen Fortuna

Fortuna bringt Volksfeststimmung an den Kaarster See

Von Stephan Seeger

Am Ende waren alle glücklich. Die Fans, weil sie fleißig Autogramme von den geduldigen Profis von Fortuna Düsseldorf sammeln konnten, der Zweitligist, weil sich beim klaren 7:1 (5:0) niemand verletzt hat und auch die tapferen Hausherren, weil sie immerhin einen Treffer gegen die „große“ Fortuna bejubeln durften. Rund 1700 Zuschauer genossen bei bestem Wetter, Bratwurst und Bier das Aufeinandertreffen zwischen David und Goliath.

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Hier gibt es das Video zu den Vorbereitungen auf das Spiel.

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Und zu Beginn machte der Bezirksligist viel richtig, hielt durch tollen Kampfgeist (relativ) lange ein 0:0 gegen den Tabellen-Vierten aus der Landeshauptstadt. In Minute 17 war es dann aber so weit: Johannes Fiand staubte nach einer Vorlage von Axel Lawaree ab, SG-Keeper Andre Furlan war erstmals geschlagen. Nachdem die Gäste Blut geleckt hatten, musste Furlan bis zum Halbzeitpfiff noch viermal den Ball aus dem Netz holen. Lawaree und Testspieler Lucas Musculus (2) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Nachdem die Fortuna im zweiten Abschnitt fast die gesamte Mannschaft austauschte, kam ein Bruch ins Spiel. Der eingewechselte Ranisav Jovanovic machte nach einer guten Stunde das halbe Dutzend voll, ehe der Kaarster Stürmer Patrick Römpke den Auftritt seines Lebens hatte. „Pepsi“, wie der Brecher liebevoll genannt wird, spekulierte nach einem langen Ball und narrte Fortuna-Schlussmann Maximilian Schulze-Niehues. Die Kaarster feierten den Ehrentreffer ausgiebig. Zurecht, denn trotz des mehrfachen Klassenunterschiedes ließen sich die Blau-Weißen nicht kleinkriegen und holten alles aus ihren Möglichkeiten raus.

Den Schlusspunkt setzte die Fortuna in Person von Musculus, der mit drei Treffern einen bleibenden Eindruck hinterließ. Nach dem Schlusspfiff kamen die Fortunen den Autogrammwünschen der Anhänger gerne nach. Das hat Eindruck hinterlassen. Genau wie der gesamte Abend. Die SG Kaarst hat gezeigt, dass sie einem solchen Event gewachsen ist. So kündigte der Vorsitzende Achim Seebeck nach dem Schlusspfiff an, dass dies nicht der letzte große Gegner am Kaarster See war. „Das war erst der Anfang“, sagte Seebeck mit einem Lächeln im Gesicht. Auch der Fußball-Chef der SG war am Ende zufrieden.